19. September 2016

Neue Reisen auf der TERRA UNICA INTERNETSEITE!


Tiger im Kanha National Park  - Foto Ulrike Wizisk

Es ist endlich soweit! Ich habe die TERRA UNICA Internetseite mit neuen Reiseideen gefüllt

Im April 2017 wird es eine neue Fotoreise nach Indien geben: "Tiger & Bären" 
Diese Tour führt in den Kanha Nationa Park, in den Pench National Park und in den Satpura National ParK. Die ersten beiden sind sehr gute Tigergebiete, im letzeren gibt es gute Chancen auf Lippenbären und Leoparden. Satpura gilt zudem als einer der landschaftlich schönsten Parks Indiens.
Bitte bei dieser Reise den sehr frühen Anmeldeschluss beachten, was durch das Buchungssytem in den Nationalparks bedingt ist!
Mehr Informationen hier


Felsensittiche am Fuße der Anden - Foto Ulrike Wizisk
Im September 2017 geht es für die Ornithologen nach Argentinien. In der Hauptreise erkunden wir die Vogelwelt in der Bergwelt um Córdoba und in den diversen Habitaten in den Anden (Yungas Regenwald, Prä-Puna und Puna). Die Tour führt langsam (wegen der Höhenanpassung) bis zum Altiplano. Die Reise bietet auch viele landschaftliche Höhepunkte, so die Salina Grandes und die durch "bunte" Sand, Silt und Tonablagerungen geprägt Landschaft  "Quebrada de las Conchassi". In der Umgebung des Orte Cafayate habe wir vielleicht sogar die Gelegenheit zu einer Weinprobe.
Eine Verlängerungsoption zu dieser Tour führt zu den Iguazu-Wasserfällen mit Vogelbeobachtungen in dem umgebenen Regenwald. 
Mehr Informationen hier


2018 wird Terra Unica zwei neue Reisen ins südliche Afrika anbieten:

Afrikazwergente auf dem Okavango - Foto Ulrike Wizisk


OrniNaturTour "Botswana Highlights - Okavango und mehr" (März 2018)

In Botswana begeben wir uns auf Safari ins Okavango Delta, den Chobe Nationalpark sowie den kleineren Nxai Pan Nationalpark. Während der Safari übernachten wir in einem mobilen, von einer erfahrenenen Crew geführten Camp, mit bequemen "Walk In" Zelten und "Vollpension". Die Reise endet bei den beeindruckenden Viktoriafällen. Schwerpunkte sind sowohl Großwild als auch die Vogelwelt Botswanas, zu der neben den einheimischen Arten zur Reisezeit auch viele eurasische Wintergäste gehören. Eine optionale ca. 6-tägige Verlängerung in Südafrika ist in Vorbereitung.

Nähere (vorläufige) Informationen zur finden Sie hier

OrniTour "Malawis Vogelwelt" (September 2018)Malawi gilt als eines der besten Gegenden zur Vogelbeobachtung im südlichen Afrika. Unsere Fahrt führt uns quer durch das kleine Land am Malawisee, wobei wir sehr unterschiedliche Habitate mit einer entsprechend großen Artenvielfalt besuchen werden. Als Verlängerung ist ein ca. 6-tägiger Abstecher zu dem bekannten Süd-Luangwa Nationalpark in Sambia geplant, bei dem  - neben der Gelegenheit noch einige während der Hauptreise verpasste Vogelarten zu sehen - das afrikanische Großwild im Mittelpunkt steht.

Nähere (vorläufige) Informationen zur Reise finden Sie hier

8. August 2016

Ornithologische Reise: "Vögel im Land der Zulu" (NEU!)

Haubenbartvogel im Krüger National Park
Den Haubenbartvogel werden wir während unserer Reise durch Südafrika sicherlich sehen - spätestens in der Verlängerung im Krüger Park, denn in den Restcamps springen diese Vögel über Tisch und Bänke. Aber natürlich liegt der Fokus dieser ornithologischen Reise durch Südafrika auf den "Spezialitäten" wie Orangebrust-Felsenspringer, Rubinkehlpieper, Finkenlerche, Transvaalspornlerche, Weißbauchtrappe und Livingstone-Turako.
Unsere Tour führt uns in die Region Kwazulu-Natal und wir haben die Chance die meisten (wenn nicht alle) der dortigen ornithologischen Besonderheiten zu sehen. Wir fahren von der tropisch-warmen Küste bis in die subalpinen Höhen der Drakensberge und in der optionalen Verlägerung in den Krügerpark, erkunden also sehr gegensätzliche Habitate - was uns eine lange Artenliste bescheren wird. Selbstverständlich werden die Säugetiere bei unseren Exkursionen nicht vernachlässigt, denn Südafrika ist bekannt für seine Großwildsafaris.

Wer nun neugierig geworden ist, der findet HIER (anklicken) weitere Informationen. Es haben sich schon fünf Teilnehmer für die Reise gemeldet, es fehlen also nur noch drei.....

Ich (Ulrike Wizisk) werde diese OrniTour nach Südafrika begleiten, aber die ornithologische Führung übernimmt - wie bei TERRA  UNICA üblich - ein versierter lokaler Führer, der das Gebiet und die Beobachtungsverhältnisse genau kennt.

Sehen wir uns im Februar in Südafrika? Ich würde mich freuen!

18. Juli 2016

Vogelzug & mehr in Estland - Wer möchte noch mit im September?

Singschwäne      Foto Helmut Wizisk
Es ist gar nicht mehr so lange hin, dann ziehen unsere gefiederten Freunde wieder nach Süden in ihre Winterquartiere! Wer möchte noch mit auf eine ornithologische Reise nach Estland zur Beobachtung des arktischen Vogelzug? Wir besuchen Birding Hotspots, wie z.B. die Insel Insel Kihnu, wo am Cape Pitkänä im September und an manchen Tagen über hunderttausend Vögel durchziehen, darunter Massen an Kleinvögeln (Buchfinken, Bergfinken, Erlenzeisige, Pieper) und auch Hunderte Greife (Sperber, Merline, Kornweihen, Baumfalken und mehr). Kraniche können mit Tagesrekorden von über 9000 Individuen aufwarten, Bläss- und Saatgänse auf über 70000. Selbsverständlich hofffen wir auch auf Raritäten wie Rostflügeldrossel, Gelbschnabeltaucher, Streifenschwirl, Kurzzehenlerche und Sperbereule.

Bei einem  Besuch der Beringungsstation Kabli (Insel Saarema) haben wir vielleicht Gelegenheit, den Beringern zuzusehen und die Zugvögeln ganz nah zu erleben.

Der Matsalu-Nationalpark mit seinen Küstenhabitaten ist ebenfalls ein hervorragendes Beobachtungsgebiet. Zur Reisezeit findet man auf der seichten Matsalubucht Zehntausende Sing- und Zwergschwäne, Schell-, Tafel-, Pfeif- und Gluckenten, sowie Limikolen. Auf den Wiesen und Feldern halten sich Tausende Saat- Weißwangen-, Bläss- und Graugänse auf.
Außerdem ist der Herbst in Estland eine hervorragende Destination für Ornithologen, die “Waldarten” wie Spechte und Eulen sehen wollen. Auch diesen sind wir auf der Spur und hoffen u.a. auf Sperlings-, Raufuß- und Habichtskauz.

Estland ist zudem eines der wenigen europäischen Länder, die auch noch eine stattliche Anzahl an größeren Säugetieren beherbergen. So ist es recht wahrscheinlich, dass wir Elche und vielleicht Biber beobachten können. Im Taiga-ähnlichem Wald von Alutaguse werden wir in der Nacht auf Braunbären ansitzen (Teilnahme freiwillig). Dieses ist auch ein gutes Gebiet für die Eulenbeobachtung.

Die Durchführung dieser ornithologischen Reise nach Estland "Arktischer Vogelzug & Bären"  (20.09. - 01.10.2017) ist bereits gesichert. Es sind noch Plätze frei! Wer Interesse hat, der findet HIER weitere Informationen.

Das Werk eines Bibers   -   Foto Ulrike Wizisk

31. Mai 2016

Reise "Tiere im trockenen Nordwesten Indiens" - Anmeldeschluss beachten!!!


Nilgau-Antilopen im Black Buck National Park
Da nun auch der Gir National Park (Heimat der indischen Löwen) auch ein elektronisches Buchungsystem hat und die Buchungen 90 Tag im Voraus vorgenommen werden müssen, ist der Anmeldeschluss für die Tour der 20.07.2016 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  

Ich (Ulrike Wizisk von TERRA UNICA) werde diese sehr attraktive Reise in den indischen Bundesstaat Gujarat selbst begleiten - zusammen mit Delveer Singh, einem erfahrenen ornithologischen Führer, der das Gebiet sehr gut kennt.

Diese Reise führt in Wüsten, Grasländer und Trockenwälder im Nordwesten Indiens. Außerdem besuchen wir die Küste und einige (temporäre) Feuchtgebiete, an denen sich vor allem zur Reisezeit im Winter eine reiche Vogelwelt einfindet, darunter gewöhnliche und Jungfernkraniche, viele Enten, Gänse, Reiher, Limikolen und Flamingos. Überhaupt beherbergt die Region so manche ornithologische Kostbarkeit, wie Hindu- und Kragentrappe, Scherenschnabel,  Seidenwürger, Weißflügelmeise, Wüstenbraunkehlchen, und  Wüstenläuferlerche.

Die Säugetierfauna ist einzigartig, denn im Gir-Wald leben die ansonsten ausgestorbenen asiatischen Löwen und der Little Runn of Kutch ist eines der letzten Refugien für den indischen Wildesel. Im Black Buck National Park leben große Herden von Hirschziegen- und Nilgauantilopen. Dort befindet sich auch ein Winterrastplatz von Rohr-, Steppen- und Wiesenweihen.
Neben der reichen Fauna begeistern die teilweise spektakulären Landschaften, allen voran die Salzsümpfe des Runn of Kutch.

So ist diese NaturTour für Vogel- und Säugetierbegeisterte gleichermaßen zu empfehlen. Fotografen werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, denn wir lassen uns an den Beobachtungsorten - wie bei TERRA UNICA üblich - viel Zeit und fahren in den Nationalparks immer mehrere Safaris. Die Foto-Bedingungen in den offenen Landschaften sind zudem meist ausnehmend gut.

Weitere Informationen zur Tour hier

Wer möchte noch mit? Ich würde mich - zusammen mit den bereits angemeldeten Teilnehmern - sehr freuen, wenn sich bald noch einige Interessenten fänden.


22. Mai 2016

FotoTour April 2016 "Dem Tiger auf der Spur" - gute Ausbeute

Alle Fotos Ulrike Wizisk

Nun wird es Zeit für eine erste kleine Nachlese der TigerFotoReise nach in Indien in den Ranthambhore National Park und in den Kanha National Park. Die großen Katzen zeigten sich reichlich und präsentierten sich teilweise sehr nah für Portrait-Aufnahmen oder aber wunderschön in der Landschaft - in ihrem Lebensraum.

Das Bild oben zeigt einen Tiger in Ranthambhore nach erfolglosem Jagdansatz. Die Axishirsche, die vorher am Seeufer gegrast hatte, waren rechtzeitig aufmerksam geworden und eilten von dannen. Da richtete sich die Katze schon etwas frustriert auf und schaute ihnen hinterher.

Tiger im Ranthambhore National Park

Tigerin im Kanha National Park beim Markieren ihres Reviers
Natürlich gab es noch eine Fülle weiterer Motive, so das die Zeiten ohne Tigersichtungen nie langweilig wurden. Besonders gefreut hatte ich mich persönlich über den Mangokauz, den ich zuvor noch nie gesehen hatte.

Mangokauz (Strix ocellata) im Ranthambhore National Park
Gaur-Rind im Kanha National Park
Von den Säugetieren sind neben dem Tiger sicherlich die mächtigen Gaurs in Kahna die eindrucksvollsten. Viel Freude bereiteten uns auch die vielen Hanuman-Mütter, die sehr kleine Jungtiere mit sich führten.

Hanuman-Langur mit Nachwuchs im Kanha National Park
Hanuman-Languren im letzen Abendlicht in Kanha
Nun muss die Fotobearbeitung weiter gehen.......

10. März 2016

Reisebericht Namibia/Botswana 2015 Teil 5: Am "Pfannenstiel"

Am Morgen des 20.11.2016 verlassen wir den Okavango in Namibia und fahren durch den Bwabwata National Park Richtung botswanische Grenze. Nachdem wir diese überquert haben, erreichen wir gegen Mittag wieder den großen Fluss, der weiter im Süden sich in unzählige Seitenarme aufspaltet und das große Binnendelta bildet, wo seine Wasser verdunsten - der Okavango erreicht nie das Meer.

Unser Exkursionsgebiet ist nun der sog. "Pan Handle", der "Pfannenstil", also der Bereich des Okavangos kurz bevor er sich in sein Delta ergießt. Hier erleben wir so viele ornithologische Highlights, dass ich mich bei diesem Bericht nur auf die wichtigsten Arten (von denen ich Fotos machen konnte) beschränken kann.

Amethystglanzstar  -  Cinnyricinclus leucogaster  - Amethyst Starling
Die Wartezeit bevor wir das Boot besteigen, um zu unserer auf einer Flussinsel gelegenen Lodge zu gelangen, verkürzen wir uns mit Birden in den großen Bäumen am Ufer. Besonders haben es uns die Amethystglanzstare angetan, deren Gefieder bei entsprechendem Lichteinfall herrlich glänzt.

Dann gleiten wir mit dem Boot über den Fluss und können unsere ersten Beobachtungen auf Sandinseln und im Schilf / Papyrus machen.

Schmarotzermilan  -  Milvus (milvus) aegyptius  -  Yellow-billed Kite  
Alle Fotos Ulrike Wizisk

Schmiedekiebitz  -  Vanellus armatus  -  Blacksmith Lapwing

Schließlich erreichen wir die Lodge und bei einem abendlichen Spaziergang finden wir eine ornithologische Kostbarkeit, eine Bindenfischeule. 
 
Bindenfischeule - Scotopelia (Bubo) peli - Pel's Fishing-owl
Wir sehen einen Jungvogel, der noch weißliches Gefieder an der Unterseite und am Kopf besitzt. Diese Eulenart ernährt sich in der Hauptsache von Fischen, die bis zu zwei Kilogramm schwer sein dürfen. Ihr Lebensraum sind Wälder entlang von größeren Flüssen und Seen. Sie ist über viele Länder Afrikas verbreitet, allerdings sind es eher lückenhafte Vorkommen, und nirgendwo sind die Vögel häufig. Sie sind durch die Zerstörung ihres Lebensraums in vielen Regionen vom Aussterben bedroht.
Wir sehen auch noch viele weitere Arten, wie Rotnasen-Grüntauben, Namaspecht, Zimtroller, Senegalliest. Abends im schönsten Licht lässt sich ein Riesenfischer fotografieren.

Riesenfischer  -  Megaceryle maxima  -  Giant Kingfisher


Weißrückenreiher  -  Gorsachius leuconotus  -  White-backed Night Heron
Die Bootsfahrt am nächsten Morgen bringt gleich nach dem Start uns wieder große Freude, denn wir entdecken einen der scheuen und sehr versteckt lebenden Weißrückenreiher.

Haubenzwergfischer  -  Corythornis cristatus  -  Malachite Kingfisher

Und auch unsere Eisvogel-Liste können wir vervollständigen: Bei den Haubenzwergfischern am Ufer gibt es gerade ein Brautgeschenk. Auf den Sandbänken präsentieren sich u.a. Stelzenläufer und Scherenschnäbel vor Fernglas und Kamera.
 
Afrikanischer Scherenschnabel  -  Rynchops flavirostris  -  African Skimmer
Stelzenläufer  - Himantopus himantopus  - Black-winged Stilt

Höhepunkt der morgendlichen Bootstour ist eine Brutkolonie der Scharlachspinte an einem Steilufer. Dort können wir fast eine Stunde die Vögel beobachten und fotografieren, bevor wir uns in flotter Fahrt auf den Rückweg machen.

Scharlachspint-Brutkolonie
Alle Fotos Ulrike Wizisk

Scharlachspint   -   Merops nubicoides  -  Southern Carmine Bee-eater
Scharlachspint mit Zikade - bereit zum Füttern der Jungvögel

Doch der Tag ist noch nicht vorbei! Nach Mittagessen und -pause geht es raus zur zweiten Bootstour. Diesmal haben wir einen "Zielvogel": Wir sind auf der Suche nach der Afrikanischen Zwergente.

Unterwegs auf dem Okavango

Goliathreiher  -  Ardea goliath  -  Goliath Heron
Blauwangenspint  -  Merops persicus  -  Blue-cheeked Bee-eater
Graufischer  - Ceryle rudis  - Pied Kingfisher

Nach vielen interessanten Beobachtungen entlang des Ufers ist es dann soweit: Die hübschen Enten zeigen sich uns im schönen Abendlicht und bilden damit einen würdigen Abschluss unserer Exkursionen am Okovango.

Afrikazwergente  -  Nettapus auritus  -  African Pygmy-goose
Afrikazwergente   -   ein Pärchen

Alle Fotos Ulrike Wizisk

17. Februar 2016

Reisebericht Namibia/Botswana 2015 Teil 4: "Caprivi-Zipfel"

Der "Caprivi-Zipfel" ist eine schmale Ausbuchtung des Staatgebietes im Nordosten Namibias am Okavango-Fluss. Der Name geht auf den deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi (1890 bis 1894) zurück. Er ist allerdings veraltet, heute spricht man von der Zambezi Region.

Jungen beim Fischen am angolanischen Ufer

Nachdem wir die extreme Trockenheit in der Etoshapfanne erlebt haben, ist der Okavango mit seiner grünen Ufervegetation ein deutlicher landschaftlicher Kontrast. Allerdings führt er in diesem Jahr sehr wenig Wasser. Unsere erste Unterkunft ist die Nkwazi Lodge direkt am Fluss, der hier die Grenze zu Angola bildet. Wir blicken direkt auf das im Nachbarland gelegene Ufer.


Die Lodge liegt quasi innerhalb eines Galeriewaldes mit recht hohen Bäumen und schon bald klicken die Kameras, denn wir entdecken viele "neue" Arten.

Einige Beispiele für den Artenreichtum in der Anlage des Nkwazi Lodge (von o.links. bis u.rechts): Mohrenraupenfresser (Campephaga flava), Goldbugpapagei (Poicephalus meyeri),  Goldschwanzspecht (Campethera abingoni) und   Senegalbrillenvogel (Zosterops senegalensis)

Besonders fallen uns die vielen Graubrust-Paradiesschnäpper auf, von denen wir sogar ein Nest ganz in der Nähe des Hauptgebäudes der Lodge finden. Nur die Männchen tragen die langen Schmuckfedern, bei den Weibchen sind sie wesentlich kürzer.

Graubrust-Paradiesschnäpper (Terpsiphone viridis): links Männchen, rechts Weibchen auf dem Nest

Bei der Nkwazi Lodge musste die Bootstour leider wegen Motorschadens ausfallen, doch bei unserer nächsten Station, der Mahangu Lodge sind wir erfolgreich und können vom Wasser aus viele interessante Arten in der Ufervegetation entdecken. Der Okavango hat hier die angolanische Grenze verlassen und fließt quer durch den Caprivi-Zipfel. Auf der anderen Seite des Flusses liegt der Bwabwata National Park.
 
Kleine Fotoausbeute einer Bootsfahrt im Gebiet der Mahangu Lodge (von o.links. bis u.rechts): Vogelbeobacher, Rotbauchreiher (Ardeola rufiventris), juveniler Schreiseeadler (Haliaeetus vocifer), Afrikanisches Schwarzkehlchen (Saxicola torquatus)

Flusspferde im Okavango
Sporngänse (Plectropterus gambensis) am Ufer des Okavangos

Afrikanischer Schlangenhalsvogel (Anhinga rufa)
Die Popa-Fälle sind Stromschnellen im Okavango. Der Fluss muss hier einen hartes Quarzit-Gestein überwinden. Für Ornithologen ist dieses ein interessanter Ort, denn es ist so ziemlich der einzige Beobachtungsplatz für die seltene Halsband-Brachschwalbe in Namibia. Wir sichten einige Vögel in größerer Entfernung, weshalb nur "Belegaufnahmen" gelingen, zudem die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.

Popa-Fälle
Halsband-Brachschwalbe (Glareola nuchalis)


Der Bwabwata-Nationalpark entstand durch die Zusammenlegung des Caprivi- und Mahango-Nationalparks und umfasst fast den ganzen westlichen Teil des Caprivi-Zipfels. Es ist überwiegend von Savanne und Trockenwäldern bedeckt. Hier können wir Buschböcke, Südliche Kuhantilopen und Riedböcke beobachten - neu für diese Reise.

links: Buschbock (Tragelaphus sp.) , rechts: Südliche Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus caama)
Nach der Fahrt durch den Bwabwata-Nationalpark verlassen wir Namibia und passieren den Grenzübergang nach Botswana.

Vogel des Tages 17.11.2015  Graubrust-Paradiesschnäpper
Vogel des Tages 18.11.2015  Weißrückenreiher
Vogel des Tages 19.11.2015  Halsband-Brachschwalbe



28. Januar 2016

Reisebericht Namibia/Botswana 2015 - Teil 3: Etosha National Park

Steppenzebras in der Etosha-Pfanne
Bestimmendes Landschaftselement dieser Region mit Wüstenklima ist die Etosha-Pfanne, der Boden eines ehemaligen Sees, der sich heutzutage nur in guten Regenjahren bis etwa 10 cm hoch auffüllt. Hier kommen fast alle Großwildarten des südlichen Afrikas vor.
Unsere Reise findet in einem extrem trockenen Jahr statt, genau genommen hat es schon zwei Jahre nicht mehr richtig geregnet. So erleben wir eine total ausgedörrte Landschaft mit unbelaubten Bäumen und Büschen. Nur die Mopane-Bäume tragen frisches Laub, sie können offensichtlich Reserven anzapfen und schlagen schon vor der -  hoffentlich - nun bald einsetzenden Regenzeit aus.

Spießböcke (Oryx-Antilopen) unter einem Mopane-Baum
Der Etosha-Nationalpark ist sehr wildreich, fast alle größeren afrikanischen Wildtiere kommen hier vor. Wir können viel beobachten während unserer Pirschfahrten, wobei sich aber schon der Eindruck aufdrängt, dass alle Lebewesen wegen der anhaltenden Dürre irgendwie auf Sparmodus umgeschaltet haben. Wenn sie nicht gerade auf dem Weg zu einem der Wasserlöcher sind, suchen die meisten  irgendwo Schatten und machen möglichst wenige Bewegungen.

Angola-Giraffe
Es ist wirklich erstaunlich, dass selbst so große Tiere, wie Elefanten und Giraffen in dieser scheinbar lebensfeindlichen Gegend doch noch genügend Nahrung zum Überleben finden.

Alle Fotos Ulrike Wizisk

Ein Elefant sucht Abkühlung in einem Wasserloch

Zahlenmäßig am häufigsten beobachten wir außer Zebras diverse Antilopenarten, die teilweise in großen Herden die karge Landschaft durchstreifen.

Oben v.l.: Sambesi-Großkudu (Strepsiceros zambesiensis), Spießböcke (Oryx gazella); Mitte v.l.: Streifengnu (Connochaetes taurinus) mit Burchell-Zebra (Equus quagga burchelli), Springbock (Antidorcas marsupialis); unten: Impalas (Aepyceros melampus) an einem Wasserloch

Die einzigen Nutznießer in Dürrezeiten sind Beutegreifer, die unter den durch Nahrungsmangel geschwächten Tieren leichte Beute finden. Leider entdecken aber nur einige Exkursionsteilnehmer einen Löwen, ansonsten sind wir bei den Großkatzen nicht erfolgreich. Aber zwei Tüpfelhyänen und Schabrackenschakale können wir sichten.

Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta), im Hintergrund ein Spießbock (Oryx gazella)

Besonders interessante Orte zum Beobachten sind selbstverständlich die Wasserlöcher, denn dort  müssen sich alle Tiere irgendwann einfinden. So sehen wir hier nicht nur die großen Säugetiere, sondern auch verschiedene Vogelarten, wie z.B. die Riesentrappe.

Riesentrappe (Ardeotis kori) mit Spießbock und Springbock an einem Wasserloch

Überhaupt sind wir ja in der Hauptsache ornithologisch interessiert und dieser Hinsicht haben wir einige Highlights zu verzeichnen. Die Trupps von afrikanischen Straußen kommen fast wie aus einer anderen Welt vor, wie sie das weite, trockene Land durchstreifen.

Afrikanischer Strauße (Struthio camelus)
Für andere Vogelarten braucht man schon ein gutes Auge, um sie zu entdecken, denn sie besitzen ein ausgesprochenes Tarngefieder, das sie mit der braungelben Farbe der Landschaft verschmelzen läßt. Aber wir finden trotzdem Kaptriel, Doppelband-Rennvogel und die Weißflügeltrappe.

Weißflügeltrappe (Afrotis afraoides)

von links: Kaptriel (Burhinus capensis) und Doppelband-Rennvogel (Smutsornis africanus)

Viel mehr Farbe kommt ins Spiel bei der Vogelpirsch in der Umgebung der Lodge und der Rastlager im Nationalpark. Hier begegnen uns in den Bäumen viele " bunte Kleinvögel", von denen die quirligen Nektarvögel für die Fotografen die größte Herausforderung sind.

oben v.l.: Bindennektarvogel (Cinnyris mariquensis); Weißbauch-Nektarvogel (Cinnyris talatala); Mitte v.l. Steppenbaumhopf (Phoeniculus damarensis). Weißscheitelwürger (Eurocephalus anguitimens); unten: Siedelweber (Philetairus socius) mit Nest

Zwei ornithologische Höhepunkte bilden den Abschluss unserer Etosha-Exkursionen: Wir entdecken zwei Paradieskraniche und kurz darauf noch einen Sekretär, der sich dann sogar auf unser Fahrzeug zu bewegt und sich vor allen Kameras präsentiert.

Paradieskraniche (Anthropoides paradisea), im Hintergrund flimmert in der Hitze eine kleine Herde Gnus
Sekretär (Sagittarius serpentarius)


Vogel des Tages 14.11.2015: Wahlberg-Laubpicker
Vogel des Tages 15.11.2015: Steppen-Baumhopf
Vögel des Tages 16.11.2015: Sekretär und Paradieskranich

Sind Sie durch diesen Reisebericht neugierig auf die TERRA-UNICA-Reise nach Namibia geworden? Dann klicken Sie doch einmal hier!